
Geschichte
Ich bin in einer sehr tierlieben Familie aufgewachsen. Neben diversen Wellensittichen lebte in meiner Kindheit eine Drahthaar-Foxterrierin Trixi bei uns, die wir heiß und innig liebten, die aber außer meinem Vater niemanden so recht respektierte. Dank ihres Charmes und ihrer Eigen-willigkeit – wie man das von Terriern so kennt - hatten wir zu Hause des öfteren Besuch von Patienten, die die süße Trixi, wenn diese vor der Kaufhalle auf ihr Frauchen (meine Mutter) gewartet hatte, streichelten, um wenige Augenblicke später Trixis Zähne im Handgelenk zu verspüren. Sie ließ sich solange streicheln, wie es ihr passte und schnappte zu, wenn sie genug hatte. Meine beiden Geschwister und ich hatten dies auch des öfteren zu spüren bekommen. Sie war halt eine kleine Schnappschildkröte und man musste aufpassen, wenn sie genug hatte. Aber süß war sie!
Trixi wurde im Alter von 6 Jahren leider von Hundehassern in der Nachbarschaft vergiftet. Wir haben nie heraus bekommen, wer es war. Danach gab es keinen weiteren Hund in meinem Elternhaus. Schon früh stand für mich fest, dass ich, wenn ich eine eigene Wohnung habe, gerne einen Hund zu mir holen möchte. Im Frühjahr 1991 bekam ich meine erste Wohnung zusammen mit meinem damaligen Freund und jetzigen Mann Richard und so konnten wir dem Wunsch nach einem Vierbeiner intensiv nachgehen.
Eigentlich war ich ja auf die Rasse Westhighland White Terrier aus und Richard hatte sich wirklich sehr bemüht, mir diesen Traum zu erfüllen. Im Frühjahr 1991 schien es aber wenige Würfe zu geben oder aber die Nachfrage nach dieser Rasse war zu groß, so dass wir keinen Welpen bekommen konnten. Als wir an einem Sonntag-Nachmittag zum Spazierengehen unterwegs waren, trafen wir eine Familie mit einem Bobtail, die mein Mann persönlich gut kannte. Ab da war es um mich geschehen. Ich habe nur noch diesen prächtigen Rüden angesehen und mich sofort in diese Rasse verliebt. Von nun an hielten wir Ausschau nach einem Bobtail-Welpen. Ist ja auch nur ein geringfügiger Unterschied zwischen Westie und Bobtail :-)!
Wenige Tage später hatten sich mein Vater und Richard für den nächsten Tag verabredet und taten ganz heimlich. Sie wollten zusammen wegfahren, haben aber nicht erzählt, wohin. Als ich mittags von der Arbeit kam, saß ein kleiner Bobtailwelpe in unserem Wohnzimmer. Assina von der Ablasswiese meine treue und liebe Bobtailhündin, die uns über 12 Jahre lang begleitet hat.
Assina verstarb im August 2003 im Alter von 12 Jahren und 7 Monaten. Für mich brach damals eine Welt zusammen. Jeder, der einmal ein geliebtes Haustier verloren hat, weiß, wie sehr schmerzhaft das ist. Ich habe neulich in einer Zeitschrift einen sehr treffenden Spruch von dem englischen Journalisten, Neil London, entdeckt – und ich finde, diesen Spruch so passend. Sagt er doch aus, wie man sich fühlt, wenn uns ein lieber und treuer Begleiter, mit dem man mehr als ein Jahrzehnt zusammen gelebt hat, verlässt:
„Das Schlimme an unseren Haustieren ist ja nicht, dass sie uns zum Narren machen, solange sie leben, sondern dass wir am Boden zerstört sind, wenn sie sterben.“
Obwohl die Trauer über den Verlust meiner Assina uns ständig begleitete, suchte ich bereits nach ein paar Tagen des Ablebens von ihr nach einer „Nachfolgerin“. So pietätlos das auch klingen mag, aber es konnte mich nur ein neuer Hund über den Verlust Assinas trösten. Nach einiger Zeit des Suchens im Internet stieß ich schließlich auf die Internetseite von Michaela und ihren Checkpoint Charlie’s. Diese Seiten haben mich von Anfang an gefesselt. Selten findet man so offen und ehrlich geschriebene Seiten. Es stand somit für mich fest, dass ich aus DIESEM Zwinger einen Welpen haben möchte. Wie der Zufall oder das Glück es wollte, war der K-Wurf bereits für September 2003 avisiert.
Im Oktober 2003 war es endlich soweit. Der erste Besuch bei den Checkpoint Charlie's war vereinbart und ich war selten in meinem Leben so aufgeregt. Als wir vor Michaela's Tür standen, wurden wir von 6 lieben Checkpoint Charlie's freudig und erwartungsvoll empfangen.
Wenn man so viele Jahre züchtet, wie Michaela, dann ist man es gewohnt, viele Gäste und Welpeninteressenten im Hause zu haben. Entsprechend offen und herzlich wurden wir auch empfangen und haben uns sofort wohlgefühlt.
Meine lieben Kolleginnen, denen ich stolz, wie Bolle, jedes neue Foto von Kisses gezeigt hatte, haben ja immer gesagt, "das wird ein Rattengewitter" oder "sie guckt ganz schön schelmisch" - nur ich wollte das immer nicht glauben, verliebt, wie ich war, in dieses Hundekind. Aber recht hatten sie - *winke winke Kathrin :-)*!
Ende November 2003 zog der kleine Wirbelwind Kisses bei uns ein und hat unser Leben so ziemlich verändert. Hatte sie uns doch ganz schön gefordert und was sich bei Assina erziehungstechnisch so leicht dargestellt hatte, war bei Kisses schon etwas herausfordernder und aufwendiger.
Durch den intensiven Kontakt zu Michaela und diverse Ausstellungsbesuche in den ersten zwei Lebensjahren von Kisses wuchs der Wunsch, dass Kisses einmal Welpen haben soll.
Im Februar 2006 wurde der Wunsch Wirklichkeit und Kisses hat sechs kleinen Hundekindern als P-Wurf bei den Checkpoint Charlie's das Leben geschenkt.
Eigentlich wollten wir bis dahin keinen zweiten Hund, aber erstens kommt es anders, als man meistens zweitens denkt. Ich konnte einem entzückenden Wesen aus Kisses' Wurf namens Checkpoint Charlie's Sweet Poison so gar nicht widerstehen...
...und so zog im April 2006 Tochter Pepita bei uns ein. Das Glück war und ist nun perfekt und wir haben bis heute keine einzige Minute bereut, sie zu uns geholt zu haben und mit zwei Hunden zu leben.
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